Erschließung in Niedersachen und Sachsen-Anhalt

Aktive gewinnen – Tarifbindung stärken – Wissenstransfer leisten

Wissenstransfer leisten

Das bezirkliche Erschließungsprojekt steht unter der Überschrift „Tarifbindung halten und erweitern“. Für dieses Ziel benötigen wir zum einen viele und aktive Mitglieder, zum anderen gut ausgebaute gewerkschaftliche Strukturen in den Betrieben. In den beiden Bundesländern Niedersachsen und Sachsen-Anhalt haben wir unterschiedliche Ausgangslagen.

Für Niedersachsen gilt:

In Unternehmen mit ausgeprägten Produktionsbereichen stützt sich unser Einfluss auf mehrheitlich gute Organisationsgrade. Aus diesen Bereichen kommen folgerichtig die meisten unserer Vertrauensleute und Betriebsrätinnen und Betriebsräte. Durch den Wandel der Beschäftigungsstruktur stehen wir vor der Herausforderung, dass der Anteil von Beschäftigten in der Produktion zurückgeht und die Zahl der Beschäftigten in den sogenannten indirekten Bereichen stetig zunimmt. Hier finden sich viele hochqualifizierte Beschäftigte, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie technische und kaufmännische Expertinnen und Experten mit Hochschulabschluss, die zu einem (zu) großen Teil noch nicht organisiert sind.

Dabei wissen wir sehr genau: Um die Tarifbindung in diesen Unternehmen zu stabilisieren, um gute Arbeit und gute Entlohnung langfristig zu garantieren, brauchen wir angestellte Fachkräfte und akademische Expertinnen und Experten als Mitglieder in der IG Metall.

Für Sachsen-Anhalt gilt:

Die Mehrheit der Betriebe ist nicht tarifgebunden. Zum Flächentarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie gehören nur wenige Betriebe; ein etwas größerer Teil verfügt über Anerkennungs-oder Haustarifverträge. Hier gilt es, eine gezielte Aufbauarbeit zu leisten. Die bekannte Prämisse lautet: Tarifbindung werden wir nur mit einer Mehrheit der Beschäftigten als IG Metall-Mitglieder erstreiten können. Entscheidendes Schwungrad sind insbesondere die jüngeren Beschäftigten, die genau wissen, dass sie bessere Arbeitsbedingungen dauerhaft nur durch eine stabile Tarifbindung durchsetzen können.

Diese Ausgangslage liegt unserem bezirklichen Erschließungsprojekt zugrunde. Mit insgesamt 13 zusätzlichen Projektsekretärinnen und -sekretären in den Geschäftsstellen wollen wir den Beschäftigtengruppen „Angestellte und Hochqualifizierte“ sowie „Azubis und junge Facharbeiter/innen“ zusätzliche Angebote unterbreiten, um sie als aktive Mitglieder in der IG Metall zu gewinnen. Zusätzliches Teilprojekt ist die Erschließung der vielen Betriebe des Enercon-Konzerns.

Was habt ihr bisher mit dem GEP schon gemacht?

Wir haben in all den Jahren folgende Erkenntnis gewonnen: Wenn gute Argumente bei den Arbeitgebern nicht greifen, hilft nur noch Druck. Den können wir nur aufbauen, wenn wir einen hohen Organisationsgrad haben, uns auskennen und auf allen Ebenen mit der IG Metall zusammenarbeiten. Durch die zusätzliche Unterstützung sind wir heute näher an den Beschäftigten, haben unsere Kompetenzen gestärkt, und die IG Metall ist dadurch natürlich auch viel sichtbarer geworden. Die Mitglieder der IG Metall fühlen sich wertgeschätzt und sind untereinander gut vernetzt. Außerdem macht das Ganze eine Menge Spaß!

Die Kompetenz, das alles leisten zu können, haben wir durch Seminare und Workshops mit unserem GEP-Sekretär aufgebaut. Wir sind heute jederzeit aktionsfähig.