Aktiv gegen Rassismus

AGCO Fendt im Allgäu

Walter Hartman, Vertrauenskörperleiter, engagiert sich mit seinen Kolleginnen und Kollegen gegen rechts.

Die Vertrauensleute bei AGCO Fendt im Allgäu setzen sich für Vielfalt und gegen Rechtspopulismus im Betrieb und privat ein.

Ziele: besseres Grundverständnis und aktiv werden

  • Auschlaggebend waren die Ergebnisse der Landtagswahl  und der Erfolg der AfD. Angesichts der gesellschaftlichen Entwicklungen fanden die Aktiven es wichtig, jetzt gegen rechte Ideologien und Rechtspopulismus aktiv zu werden. In Diskussionen wurde deutlich, dass oft die richtigen Worte gegen rassistische Hetze fehlen. Die Aktiven wünschten sich zudem Instrumente, um Rassismus und
  • Rechtspopulismus zu enttarnen. Daraus entstand der Wunsch nach einem Workshop, in dem Teilnehmende gute Strategien erhalten, um mit dem Rassismus im Alltag umzugehen.

Umsetzung: Unterstützung durch Initiative »Respekt!«

  • Die Geschäftsstelle nahm Kontakt zur IG Metall-Initiative »Respekt! Kein Platz für Rassismus« auf, zentral koordiniert durch die IG Metall-Vorstandsverwaltung. Die Initiative vermittelt unkompliziert und ohne viel Aufwand für die Geschäftsstelle Seminarangebote mit qualifizierten Referentinnen und Referenten für Aktive, die Rechtspopulismus oder Diskriminierung aktiv entgegentreten wollen.
  • Erst die Theorie, dann die Praxis: Neben den Begriffserklärungen zu Rechtsextremismus und Rechtspopulismus analysierten die Vertrauensleute gemeinsam mit der Referentin Chaja Boebel  Argumentationsmuster rechter Personen und Organisationen. Gleichzeitig wurden sie sich der eigenen Rolle bewusst. Darauf aufbauend entwickelten sie eigene Argumente und Kommunikationsstrategien, um in Gesprächen Rassismus zu bekämpfen und Rechtspopulismus aufzudecken.
  • In Rollenspielen übten die Aktiven die neu erlernten Instrumente und Argumente erfolgreich ein.
  • Die Vertrauensleute haben nun ein besseres Verständnis und Selbstbewusstsein im Umgang mit dem Thema und setzen die Methoden bereits in ihrem Alltag um.

Erfolg: als gutes Beispiel voran

  • Die Aktiven vernetzten sich mit anderen Aktiven über die Netzwerktagung der Initiative »Respekt!« in Frankfurt am Main.
  • Mit gutem Beispiel voran: Auch andere Gremien aus den Betrieben der Geschäftsstelle wollen aktiv werden.

Meinungen der Vertrauensleute

Uns war wichtig, aus der Schockstarre ins Handeln zu kommen. Wir haben viel zu lange zugesehen, wie die Grenzen des Akzeptablen hin zur Menschenverachtung verschoben wurden! Dagegen müssen wir uns aktiv wehren. (Petra Ebert)

Ich finde, wir müssen als IG Metall im Betrieb auch als politische Kraft wieder stärker wahrgenommen werden! Wir sind eine Wertegemeinschaft und kein Zweckbündnis. Diese Werte müssen wir, als Gegenentwurf zur unsozialen Politik von rechts, wieder aktiver vertreten! (Gabriele Formann)

Jede Situation ist anders und erfordert ein angepasstes Vorgehen. Was aber nie funktioniert, ist wegducken und den Mund halten. (Walter Hartmann)

Die Kolleginnen und Kollegen der Initiative Respekt! unterstützten unser Anliegen unkompliziert mit der Bereitstellung des Aktionsworkshops und dem nötigen Fachwissen. Damit konnten wir schnell und ohne großen Aufwand starten. (Sebastian Hornung)