Sonne, Strand und Solidarität

Ein Campwochenende mit Betriebsrat, Vertrauenskörper, JAV und IG Metall.

+ + + Berlin/Dresden + + + ca. 150 Teilnehmende, 3 Tage + + + Azubis/dual Studierende + + +

DAS ZIEL

Die IG Metall als Gemeinschaft vor Ausbildungsbeginn kennenlernen.

DIE VORBEREITUNG: DER BETRIEBSRAT INFORMIERT

Die Betriebsbetreuer der IG Metall-Verwaltungsstellen stellen das Konzept ihren Betriebsräten persönlich vor und klären die Teilnahme der Betriebe.

Für das Anmeldeverfahren bekommen Betriebsrat und JAV ein Paket mit Informationen und Vorlagen zum weiteren Vorgehen. Die Betriebsräte schreiben die neuen Azubis und dual Studierenden persönlich an, der Campflyer liegt als Info bei. Interessierte melden sich in der Verwaltungsstelle an. So sind die Datenschutzbestimmungen gewahrt. Die Verwaltungsstelle verschickt dann ein Anschreiben mit ersten Infos zum Camp und bei Minderjährigen die von den Eltern auszufüllende Einverständniserklärung.

DIE UMSETZUNG: INFORMIEREN, DISKUTIEREN UND FEIERN

Nach der gemeinsamen Anreise und der Begrüßung durch den Ersten Bevollmächtigten steht der Freitag ganz im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens, einem Fotoshooting, einem Essen und einer Party.

Am Samstag stehen Inhalte und Gespräche im Vordergrund. Die Teilnehmenden bekommen Antworten auf ihre drängendsten Fragen, lernen ihre betrieblichen Funktionäre kennen und erhalten einen Einblick in die Arbeit der betrieblichen Interessensvertretung. Der Tag klingt mit Lagerfeuer und Musik aus.

WICHTIG: ALLE SIND DABEI

Am Samstag sind Betriebsräte aus allen beteiligten Betrieben und alle politischen Sekretäre aus der Verwaltungsstelle dabei. Alle betreuen einen teilnehmerorientierten Workshop mit viel Austausch und wenig Vortrag. Das Vorgehen wird vorher mit den Betriebsräten abgestimmt.

Für den Ablauf gibt es einen genauen Plan, der auch beinhaltet, wann auf eine Mitgliedschaft angesprochen wird. Am Sonntag gibt es Raum für ein ausführlicheres Feedback zum Camp. Dann wird gemeinsam aufgeräumt, und die Abreise steht an.

DAS ERGEBNIS: EINE STARKE GEMEINSCHAFT

30 % Rund ein Drittel der betrieblichen Teilnehmenden tritt in die IG Metall ein – bei den dual Studierenden ist es jeder Vierte. Und durch das positive Image des Camps fällt die Ansprache in den folgenden Begrüßungsrunden viel leichter.

TIPPS VON CONSTANTIN

  • Aus jedem Betrieb muss mindestens ein Interessensvertreter dabei sein, sonst fehlt den Jugendlichen der Anknüpfungspunkt.
  • Offizieller Veranstalter ist der Betriebsrat, die IG Metall stellt den Rahmen.
  • Ansprache auf Mitgliedschaft mit den Fragen der Auszubildenden verbinden.
  • Parallele Liste der Nichtmitglieder führen.

Im Gespräch

Willi Eisele, erster Bevollmächtigter, Verwaltungsstelle Dresden

Warum bist du beim Camp dabei?

Das Startercamp macht Spaß –mir auch. Und als Bevollmächtigter will ich zeigen, dass mir die jungen Menschen und ihre Gewinnung für die IG Metall wichtig sind. Unser Jugendsekretär macht hier tolle Arbeit, aber alle zusammen sind wir erfolgreicher.

Wie ist deine Rolle beim Camp?


Vom Workshopleiter beim Thema Ausbildungsvergütung bis zum Schiedsrichter bei Wettbewerben bin ich bei vielen Sachen dabei. Nah dran sein, ohne sich zu verstellen, dass überzeugt.

Was macht die Camps so erfolgreich?

Die Kombination aus Spaß und Nutzen. Wir laden Menschen ein, die rund 10 Jahre in der Schule waren und dort nichts von Gewerkschaften gehört haben. Bei uns verstehen sie auf lockere Art, wer ihre Arbeitsbedingungen gestaltet. Damit gewinnen wir sie.

Im Gespräch

Predrag Savic, stellv. BR-Vorsit-zender Siemens Dynamowerk, Berlin

Warum seid ihr als Betriebsrat beim Camp dabei?

Das Camp ist eine gute Chance, die Menschen kennenzulernen und sich selber vorzustellen.So können wir früh die Ziele und Werte der Gewerkschaften vermitteln und zeigen, dass die Mitgliedschaft sinnvoll ist.

Was ist deine Rolle als Betriebsrat auf dem Camp?


Ich bin aktiv an den Workshops beteiligt. Dort wecke ich Interesse und mache dem einzelnen Azubi klar: Du bist gefragt als Mensch, Gestalter und Mitglied.

Was macht das Camp in deinen Augen erfolgreich?

Ein Erfolgsfaktor ist die Dauer des Camps mit Zeit für intensiven Kontakt. Dazu kommt das enge und abgestimmte Vorgehen von BR, VK, JAV und IG Metall. Die JAV ist nah an den Auszubildenden dran, und wir kommen mit unseren Erfahrungen und Infos dazu – eine tolle Teamleistung.