WENN BESCHÄFTIGTE ENTSCHEIDEN

Mit digitaler Kompetenz Arbeitsprozess aktiv gestaltet

+ + + Sechs Geschäftsstellen in Ostwestfalen-Lippe + + + Aktive BRs und VLs +++

Manfred Horn

DAS ZIEL:

innerhalb des Projekts »itsowl-Arbeit40« beteiligungsorientiert Arbeitsbedingungen verbessern und die digitale Kompetenz erweitern.

DAS ERGEBNIS: Beschäftigte bestimmen mit

Im Teilprojekt bei Diebold-Nixdorf (in Kooperation mit der Geschäftsstelle Paderborn) ging es konkret darum, mithilfe digitaler Prozesse und durch Beteiligung der Belegschaft Fehler zu vermeiden. Die Beschäftigten waren aktiv beteiligt. Dadurch hat sich zum einen die Qualität der Montage erhöht und die Arbeit wurde zukunftssicherer gestaltet. Zum anderen steigerte sich auch die Zufriedenheit der Belegschaft. Diese kann ihre Aufgaben nun besser durchführen, der Standort bleibt weltmarktfähig. Das Projekt wurde von allen Beteiligten so positiv bewertet, dass die Beschäftigten auch künftig stärker an neuen Entwicklungen und Produktionsgestaltungen beteiligt werden.

DIE VORBEREITUNG: Klare Sprache

Zum Projektstart informierten die Betriebsräte zusammen mit der IG Metall in Versammlungen zunächst die Vertrauensleute über Ziele und Abläufe. Anschließend erhielten IG Metall-Mitglieder die Informationen und schließlich die gesamte Belegschaft. Das Thema: Schaffen eines neuen Prozesses für ein Assistenzsystem zur Fehlervermeidung in Echtzeit. In vielen Befragungen und Gesprächen fragte der Betriebsrat in Kooperation mit externen Projektpartnern Vorstellungen zu den künftigen Arbeitsprozessen und dem neuen Assistenzsystem ab. So trugen Betriebsrat und IG Metall konkrete Anforderungen und Ideen in das Projekt.

ICH FINDE ES GUT, WEIL ...

haben erreicht, dass die Beschäftigten sagen, was sie brauchen, was sie bei der Arbeit unterstützt. Die Digitalisierung der Produktionsprozesse muss sich nach den Menschen richten – nicht umgekehrt. Als BR hat uns das Projekt eine hohe Akzeptanz gebracht. Das hat sich auch im sehr guten Ergebnis der BR-Wahlen 2018 niedergeschlagen.

TIPPS VON MICHAEL

"Als BR haben wir eine neue Rolle. Wir agieren, statt nur zu reagieren. Die Beschäftigten haben gemerkt, dass wir ganz konkret etwas verbessern. Wir haben erreicht, dass die Beschäftigten sagen, was sie brauchen, was sie bei der Arbeit unterstützt. Die Digitalisierung der Produktionsprozesse muss sich nach den Menschen richten – nicht umgekehrt. Als BR hat uns das Projekt eine hohe Akzeptanz gebracht. Das hat sich auch im sehr guten Ergebnis der BR-Wahlen 2018 niedergeschlagen."