TARIF ERKLÄRT

Bis zum 31. Oktober 2018 müssen Beschäftigte die Anträge zur Umwandlung von Geld in Zeit schriftlich stellen. Diesen Stichtag nahmen die Aktiven beim Automobilzulieferer Elring-Klinger in Runkel zum Anlass, um gemeinsam mit der IG Metall Wiesbaden-Limburg der Belegschaft in einer Sprechstunde Antragsformulare zu überreichen.

»Wir müssen unseren Mitgliedern zeigen, welche Vorteile unsere Tarifpolitik bietet. Dabei geht es nicht nur um mehr Zeit oder mehr Geld. Es ist eben auch unsere fachliche Unterstützung, unsere Sichtbarkeit im Betrieb und die Stärkung des Betriebsrats vor Ort«, so Adrian Klock, Gewerkschaftssekretär aus Wiesbaden-Limburg. Für ihn ist klar: Die IG Metall muss mit den Beschäftigten in den Austausch kommen und den Schwung des Tarifergebnisses weiter nutzen. Das Vorgehen: Den Tarifabschluss und die Voraussetzungen erklärten der Betriebsrat und die Geschäftsstelle auf den vergangenen Betriebsversammlungen, die Feinheiten und individuelle Unterstützung sind den Mitgliedern und Interessierten in der Sprechstunde vorbehalten. Die Idee: Die Mitglieder erkennen den Wert ihrer Mitgliedschaft.

Im IG Metall-Pavillon führten sie viele Gespräche – für Volker Segler, Betriebsratsvorsitzender, ein voller Erfolg. Diese Aktion knüpft an die Arbeit der vergangenen Monate an: »Mitte des Jahres haben wir eine Umfrage gestartet, weil wir wissen wollten, wie viele Kolleginnen und Kollegen sich die Umwandlung von Geld in Zeit und die verkürzte Vollzeit tatsächlich vorstellen können.« Das Interesse ist hoch. Das zeigen die hohe Beteiligung und die vielen Gespräche während der Sprechstunde. »Wir nutzen den Tarifvertrag als Türöffner, um mit den Kolleginnen und Kollegen über die Bedeutung der IG Metall zu sprechen«, erklärt Volker Segler. Nach der Sprechstunde ging die Arbeit im Betrieb erst richtig los. Der Betriebsratsvorsitzende sieht es positiv: »Wir sind nun vorbereitet, kennen die Bedürfnisse der Kolleginnen und Kollegen und starten ab dem 1. November die Gespräche mit dem Arbeitgeber.«