Kommunikationstraining II

Nicht mit der Tür ins Haus fallen

+ + + Lindenfarb + + + Aalen/Ostalbkreis + + + Zielgruppe: Betriebsräte + + +

Das Ziel

Die Mitgliederwerbung im Betrieb reaktivieren.

DAS ERGEBNIS: 1300 PROZENT MEHR

In der Vergangenheit registrierte die IG Metall Aalen beim Textilveredler Lindenfarb (400 Beschäftigte) ein bis drei Neuaufnahmen im Jahr. Nach der Teilnahme von vier Betriebsratsmitgliedern und Vertrauens-leuten an einem Kommunikationstraining Ende Oktober 2014 stieg die Zahl der Neuaufnahmen bis Ende September auf 26.

DIE VORBEREITUNG: SPICKER KENNENLERNEN

Jeder kann ihn ständig bei sich tragen, in der Hosentasche oder im Jackett: Den IG Metall-Spicker, eine lose Kartensammlung von zurzeit 21 Karten, inklusive zwei Beitrittserklärungen. Der Spicker (www.igm-spicker.de) ist etwas größer und etwas dünner als ein Skat-Spiel. Inhalt: alles Wesentliche zu Beitrag und Leistungen, den Tariferfolgen, Zielgruppen, Service und Kommunikation.

DIE UMSETZUNG: IMMER ANSPRECHBAR

Eigentlich führe sie „keine richtigen Werbegespräche“, sagt die Betriebsratsvorsitzende und Teilnehmerin am Kommunikationstraining, Katja Kalkreuter. Wenn Beschäftigte wegen eines Problems zu ihr kommen, hilft sie so gut sie kann, verweist aber immer auf die – hinter ihr stehende und stärkere Interessenvertretung: die IG Metall. Sie überredet und bedrängt niemanden, bleibt aber am Ball.

DIE FORTSETZUNG: BERIEBSRAT ERNEUERT

Auf einer Betriebsratsklausur im Februar steckte sich eine Mehrheit des Betriebsrats neue Ziele: mehr Transparenz, mehr Beteiligung, mehr Engagement – und erreichte das erfolgreich. Jetzt tagen der
Betriebsausschuss und der Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit wöchentlich, die Ausschüsse „Flexi“ und „Prämien“ alle 14 Tage und der Wirtschaftsausschuss alle 10 Wochen. Und statt keiner finden jetzt regelmäßige Betriebsversammlungen statt. Engagement und Erfolge werden so für die Belegschaft sichtbar.

TIPP

www.igm-spicker.de
Das leichte Handgepäck für jedes Werbegespräch.