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Mit Auslernerrunden junge Beschäftigte als Mitglieder halten

+ + + Voith und IG Metall Heidenheim + + + Betriebsrat und Jugendvertretung + + +

Das Ziel

Junge Mitglieder halten. Beim Übergang von der Ausbildung in den Beruf die IG Metall und den Betriebsrat als starke Partner der Zukunft präsentieren.

DAS ERGEBNIS: DABEI BLEIBEN

80 % der Azubis von Voith nehmen an den Auslernerrunden teil, schätzt Konrad Dittrich, Betriebsrat von Voith Dienstleistungen in Heidenheim; dieser Konzernbereich ist auch für die Ausbildung bei Voith Paper, Voith Turbo und Voith Hydro in Heidenheim zuständig. Am Standort Heidenheim hat der Technologie-Konzern ca. 4100 Beschäftigte; es gibt insgesamt rund 140 Auszubildende. Die überwiegende Mehrheit sind Metaller. Und „fast alle“ (Dittrich) bleiben auch nach der Ausbildung Mitglied der IG Metall.

DIE VORBEREITUNG: LANGER VORLAUF

Die Auslernerrunden sollten mindestens ein halbes Jahr vor Ausbildungsende stattfinden, „besser noch früher“, rät IG Metall-Sekretärin Maja Reusch. Weil die Teilnahme an einer der vielen Weiterbildungs-möglichkeiten nach dem „Tarifvertrag über die Qualifizierung für die Beschäftigten“ (TV Quali) der Metallindustrie Baden-Württemberg bis zu sechs Monate vorher angekündigt werden muss. Sollte sich ein Azubi nach der Auslernerrunde zu einer Weiterbildung entschließen, muss er dem Arbeitgeber das rechtzeitig – bis zu sechs Monate vor Beginn der Weiterbildung – mitteilen.

DIE UMSETZUNG: NUR DAS WICHTIGSTE

Die Jugend- und Auszubildendenvertretung lädt Azubis ca. 9 Monate vor dem geplanten Ausbildungsende zur Auslernerrunde ein. Schriftlich, per Mail, auf Facebook oder via WhatsApp. Die Runde findet während der Arbeitszeit statt und dauert ca. eine Stunde. Der Termin sollte in den Ferien liegen, weil dann niemand in der Berufsschule ist.

Diskutiert wird, was gut war an der Ausbildung, und was verbesserungswürdig ist. „Dieses Feedback ist allen Beteiligten wichtig“, sagt Dittrich. Der Betriebsrat erklärt, was nach der Ausbildung kommt: die in der Regel unbefristete oder – nur bei akuten Beschäftigungsproblemen – die mindestens zweijährige Übernahme bei Voith. Interessant sind auch die Regelungen, die nach der Ausbildung bei Voith gelten wie Gleitzeit oder Dialogarbeitszeit.

DIE WICHTIGSTEN FRAGEN

Ein wichtiger Punkt für die Auslerner ist die Frage, was sie nach der Ausbildung verdienen können. Deshalb wird in der Auslernerrunde auch das Entgeltrahmenabkommen (ERA) vorgestellt.

  • Wie setzt sich das Grundentgelt zusammen?
  • Wie wird es ermittelt?
  • Was ist ein Leistungsentgelt und wie hoch ist es?
  • Was ist eine Belastungszulage?
  • Wie viel Euro bedeutet eine Entgeltgruppe 7?

Die Eurobeträge einer jeden Entgeltgruppe und andere Zahlen stehen auf einem "Kärtle" (Dittrich) der IG Metall, das wir in dieser Veranstaltung austeilen. Die IG Metall erläutert im Anschluss den neuen, seit März 2015 gültigen Tarifvertrag Qualifizierung, der auf ein besonders hohes Interesse stößt.

Mehr zum Beispiel im Internet
extranet.igmetall.de/praxistipps